Letzte Kolonie Deutschlands oder weißer Gorilla rennt durch Bundestag (und keiner es merkt)

Mit Interesse habe ich  vor ein paar Tagen (Donnerstag 19.November 2020)
https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2020/kw47-de-koloniales-sammlungsgut-804236  einer Sitzung des Bundestages, die sich dem deutschen Kolonialismus widmete zugeschaut.

Nun, die Abgeordneten der Grünen verorten „Koloniales Unrecht“ welches angeblich vor 100 Jahren endete,  in Afrika, Asien und Ozeanien. Sie haben gar nicht gemerkt im Feuer der Wortgefechte, dass ein weißer Gorilla durch Bundestag rennt.
Dieser weiße von dem deutschen Bundestag nicht gemerkte Gorilla ist letzte Kolonie der Deutschen, errichtet am 12.Oktober 1939  mitten in Europa auf dem ehemaligen polnischen Staatsgebiet.

Nach der Niederlage Polens  nach deutschem Angriff im September 1939 hat polnische Regierung und die politische Elite des Landes Polen bereits am 17. September 1939 (An dem Tag haben die Truppen Sowjetunion in Polen einmarschiert, wie im Zusatz Protokoll des Ribbentrop- Molotow Pakts vereinbart) verlassen. Sie sind  panikartig aus Polen geflohen.
Für Hitler bedeutete Flucht der polnischen Regierung und Staatselite das Ende des polnischen Staates.  Der Staat braucht bekanntlich die Staatsführung, das Land und die Bevölkerung um sich ein Staat nennen zu dürfen. Da die Regierung Polen verlassen hat  blieben  nur die Reste, also das Land und die Bevölkerung  und das ist zu wenig um Staat zu sein. Für Hitler, da Polen aufgehört hat zu existieren, galt Völkerrecht   gegenüber dem Land und der Bevölkerung Polens nicht mehr.  Auch die  Haager Konvention über  die Gepflogenheit des Landkrieges. Völkerrecht regelt bekanntlich Beziehungen zwischen den Staaten. Was man mit den Resten des gescheiterten Staates macht entscheiden die Sieger. Und so behandelten Sowjetunion und III Reich  Reste des polnischen Staates nach eigenen Gutdünken.
Wie wir wissen Hitler hatte viel Respekt vor Völkerrecht und Staaten. Existierte ein Staat auf durch III Reich kontrollierten Gebieten war der direkte Weg zu Juden Vernichtung verbaut. Existierte ein Staat nicht, könnte Hitler deutschen Rassismus hemmungslos auf den besetzten Gebieten verbreiten. So geschah es auf besetzten Territorium Polens, Estlands oder Litauens.
Die von Deutschland abhängigen Staaten wie Dänemark, Ungarn oder Slowakei könnten dagegen  besser oder schlechter ihre jüdischen Bürger  vor Deutschen Rassenwahn verteidigen.
Wer weiß, wie der Schicksal der polnischen Juden wäre, hätte Polens Regierung im Lande geblieben und hätte sie im Namen des besiegten Polens  mit  der deutschen damaligen Staatsmacht verhandeln müssen.
Hitler hat ein Teil Polens samt Bevölkerung sofort dem III Reich einverleibt. (Das III Reich sozusagen um  Schlesien, Pommern um Danzig, Preußen und Land um Posen  abgerundet)  Aus dem restlichen Gebiet mit samt polnischen Autochthonen machte er  eine  deutsche Kolonie, die er  General Gouvernement nannte.
Hier irrte aber Hitler. Der polnische Staat existierte wohl mit der Regierung im Ausland.
Das polnische Land verwaltete jedoch  (widerrechtlich)  ab Oktober 1939 Drittes Reich.

Die Kolonie General Gouvernement zählte 12 Millionen Einwohner, „minderwertigen Rassen Polen und Juden“ und hatte 96.000 km2.
Ab 22.Juni 1941  nach deutschem Angriff auf Sowjetunion  würde sie vergrößert und  zählte nunmehr 145.000km2 und  17 Millionen Eingeborenen, die gnadenlos ausgebeutet wurden. Wie polnische Wikipedia schreibt https://pl.wikipedia.org/wiki/Okupacja_niemiecka_ziem_polskich_(1939%E2%80%931945)
Wbrew prawu międzynarodowemu, zajęte tereny Polski były traktowane jako trwała zdobycz wojenna. W szczególności okupowany teren Generalnego Gubernatorstwa był traktowany praktycznie jak kolonia, dostarczająca niskokwalifikowanej i niewolniczej polskiej siły roboczej na potrzeby gospodarki wojennej III Rzeszy.
„Entgegen dem Völkerrecht, besetzte Gebiete Polens  wurde als dauerhafte Kriegsbeute behandelt. Insbesondere das  besetzte Gebiet des General Gouvernements wurde praktisch wie eine Kolonie behandelt. Kolonie, die unqualifizierte Sklavenarbeit der polnischen Arbeiter  liefert, die Kriegswirtschaft  des Dritten Reiches benötigt“.
Nach den Plänen  des damaligen deutschen Staates Polen sollte es nie mehr geben.

Ist das wirklich der deutschen  politischen Elite  auch 80 Jahre nach dem schrecklichen Kriege nicht geläufig was Deutsche damals in Polen taten? Anscheinend nicht.

Meine lieben deutsche Politiker aller Bundestagsparteien:- Letzte Kolonie der Deutschen lag nicht in Afrika und endete erst  mit dem Sieg der  sowjetischen und polnischen Waffen an der Weichsel im Jahre 1945.
Die letzten Sklaven waren nicht schwarz. Sie waren weiß und mussten  in Deutschland als Zwangsarbeiter auf dem Herzen  die Buchstabe „P“ für „Pole“ tragen, damit man sie auf der Straße  von Deutschen unterscheidet. Auf der Leiter der Rassen der Nationalsozialisten standen sie zwar eine Stufe höher als Juden waren aber auch ein „minderwertiges“ Volk nicht zu vergleichen mit der deutschen „Herrenrasse“.
Ist diese Haltung in Deutschland wirklich dank der „Entnazifizierung“ verschwunden?
Solange Ihr nicht begreift, dass deutscher Rassismus  nicht mit Entnazifizierung verschwunden ist, dass er mitten in Europa gewütet hat und  dicht hinter der deutschen Grenze für die Polen auf ihrem Siedlungsgebiet eine Kolonie organisierte, solange ihr nicht begreift, dass man auch Polen für erlittenes Unrecht Entschädigungen und Reparationen zahlen muss, habt ihr nichts aus der Geschichte gelernt.
Man braucht keine Schwarzen um Rassist zu werden. Es reichen polnische Nachbarn, die man für minderwertig hält weil sie anders sind. Und Polen sind anders, auch wenn sie so aussehen wie Deutsche oder Schweden. Und es ist gut so.

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